25.08.2026
Fazit
- Günstiger Eintritt
- Eintritt unter 6 Jahren frei
- Familienkarte verfügbar
- Sehr netter Herr an der Kasse
- Audioguide über das eigene Smartphone nutzbar
- Audioguide auch für Kinder vorhanden
- Gute Möglichkeit, Audioguides mit Kindern unkompliziert zu testen
- Interessante und gut beschilderte Ausstellungsbereiche
- Kulturen, Geschichte und Natur können recht nah erlebt werden
- Überschaubare Größe, dadurch auch mit Kindern gut machbar
- Je nach Tempo für 1,5 bis 3 Stunden geeignet
- Auch in den Sommerferien eine ruhige Ausflugsidee
- Aufzüge vorhanden
- Hitzeregelung und Handventilatoren an der Kasse zum Leihen
- Viele Sitzmöglichkeiten
- Museum ist nicht klimatisiert
- Bei starker oder extremer Hitze unbedingt vorher Öffnungszeiten prüfen
- Für den Audioguide braucht man eigene Smartphones und Kopfhörer
- Kleiner Museumsshop
- Aufenthalt kann kurzweilig sein
Das Naturhistorische Museum in Nürnberg ist ein kleines, günstiges und interessant gestaltetes Museum, das sich gut für einen eher ruhigen Ausflug mit Kindern eignet. Besonders praktisch fanden wir den Audioguide über das eigene Smartphone, weil man so ohne großen Aufwand testen kann, ob die eigenen Kinder überhaupt Lust auf solche Erklärungen haben. Unsere Tochter hat sich je nach Ausstellungsstück mal etwas angehört, auf Dauer war es ihr dann aber doch etwas zu ruhig. Man sollte hier kein interaktives Kindermuseum mit Mitmachstationen erwarten. Es ist eher ein klassischer Museumsbesuch mit vielen Ausstellungsstücken, gut beschilderten Bereichen und spannenden Einblicken in verschiedene Kulturen, Geschichte und Natur. Für uns war nach etwa 1,5 Stunden Schluss, wer sich alles ausführlicher anschaut und den Audioguide intensiver nutzt, kann aber sicher auch deutlich länger bleiben. Gerade wegen der fehlenden Klimatisierung würden wir im Sommer vorher immer nochmal die aktuellen Hinweise auf der Webseite checken.
Vorwort
Wir waren in den Sommerferien im Naturhistorischen Museum in Nürnberg, allerdings nicht während der Hitzewelle. Das war auch gut so, denn das Museum ist nicht klimatisiert und kann bei großer Hitze sogar geschlossen bleiben. Für uns war es ein ruhiger, günstiger Museumsbesuch, bei dem wir vor allem den Audioguide mit Kind einmal ganz unkompliziert ausprobieren konnten 🎧
Parken, Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Das Naturhistorische Museum befindet sich in der Norishalle am Marientorgraben 8 in Nürnberg. Laut offizieller Anfahrtsinfo erreicht man es mit der Straßenbahnlinie 8 bis Marientor, mit U2 oder U3 bis Wöhrder Wiese oder in etwa fünf bis zehn Minuten zu Fuß vom Nürnberger Hauptbahnhof. Als Parkmöglichkeit wird die Parkgarage Rosa-Luxemburg-Platz genannt.
Die regulären Öffnungszeiten sind
Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr
Freitag von 10 bis 20 Uhr
Samstag von 13 bis 17 Uhr
Sonntag und an vielen Feiertagen von 10 bis 17 Uhr
Montag ist geschlossen
Gerade im Sommer solltet ihr aber unbedingt vorher nochmal auf die Webseite schauen, denn das Museum weist selbst darauf hin, dass es nicht klimatisiert ist. Bei extremer Hitze bleibt es geschlossen, bei starker Hitze wird im Einzelfall entschieden. Fächer und Handventilatoren können an der Kasse ausgeliehen werden.
Der Eintritt ist wirklich günstig.
Erwachsene zahlen aktuell 6 Euro
Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 3 Euro
Kinder unter 6 Jahren sind frei
Die Familienkarte kostet 12 Euro
Freitags ab 17 Uhr gilt außerdem der halbe Eintrittspreis. Für ein Museum, in dem man je nach Tempo 1,5 bis 3 Stunden verbringen kann, finden wir das wirklich fair.
Der Herr an der Kasse war bei unserem Besuch richtig nett und hat uns alles gut erklärt. Das macht gerade beim ersten Besuch viel aus, weil man direkt weiß, wie der Audioguide funktioniert und wo man starten kann.
Das Museum
Das Naturhistorische Museum ist nicht riesig, aber genau das kann mit Kindern auch ein Vorteil sein. Man hat nicht das Gefühl, von Raum zu Raum gehetzt zu werden oder irgendwann gar nicht mehr zu wissen, wo man eigentlich noch hin soll. Je nachdem, wie ausführlich man sich alles anschaut, kann man schneller durch sein oder eben deutlich länger bleiben.
Offiziell werden im Museum unter anderem das Leben der Steinzeitmenschen in der Region, keltische Kunst, Kulturschätze aus fünf Weltregionen, archäologische Funde aus dem Vorderen Orient, Karstlandschaften, Höhlenkunde und die Erdgeschichte Frankens mit Höhlenbär und Plateosaurus gezeigt. Die einzelnen Bereiche fanden wir gut beschildert und interessant gestaltet. Man kann verschiedene Kulturen und geschichtliche Themen durchaus recht nah erleben, auch wenn es kein Museum ist, in dem Kinder ständig etwas drücken, ausprobieren oder anfassen können.
Mitmachstationen für Kinder sollte man also nicht erwarten. Das ist für uns auch der wichtigste Punkt, den man vor dem Besuch wissen sollte. Wer ein sehr interaktives Kindermuseum sucht, ist hier wahrscheinlich nicht ganz richtig. Wer aber ein überschaubares Museum möchte, in dem Kinder mal schauen, staunen, zuhören und sich auf einzelne Dinge einlassen können, kann hier gut starten.
Die aktuelle Sonderausstellung hat uns persönlich nicht ganz so angezogen, deshalb waren wir insgesamt nach ungefähr 1,5 Stunden fertig. Auf der Webseite wird aktuell eine Mineralienshow im Geologiebereich genannt, bei der 240 Minerale und Kristalle gezeigt werden. Wer sich dafür mehr interessiert oder sich alles sehr genau anschaut, kann natürlich deutlich länger im Museum bleiben.
Audioguide und Besuch mit Kindern
Besonders spannend fanden wir den Audioguide. Man nutzt ihn über das eigene Smartphone und eigene Kopfhörer. Das ist einerseits praktisch, weil man keine extra Geräte ausleihen muss oder nochmal einen Aufpreis zahlen muss. Andererseits braucht man für mehrere Personen natürlich auch mehrere Smartphones und Kopfhörer, wenn alle gleichzeitig hören möchten.
Toll ist wiederum, dass es auch eigene Audios für Kinder gibt. Der Kinder-Audioguide rund um den Plateosaurus „Plati“ nimmt die Kinder durch verschiedene Bereiche wie Trias, Höhlenbären, Neandertaler, Südsee und Sahara mit. Für uns war das eine gute Möglichkeit, ohne großen Aufwand und ohne Extrakosten einmal zu testen, ob unsere Tochter überhaupt Lust auf Audioguides hat.
Das Ergebnis war gemischt, aber genau deswegen finden wir den Guide im Naturhistorischen Museum so toll. Man kann je nach Bereich und Ausstellungsstück (siehe QR-Codes an den Exponaten) den Guide starten und interessantes erfahren. Das war gerade für unsere Tochter sehr praktisch und hat die Langeweile aus dem Hörerlebnis genommen. Und wir wissen für den nächsten Museumsbesuch, dass wir damit noch ein bisschen warten sollten.
In der Ausstellung zu Rom konnte man leider nur die komplette Ausstellung anhören. Das war für uns etwas weniger flexibel, weil man mit Kind manchmal lieber einzelne Stationen auswählt, statt direkt einen längeren zusammenhängenden Part zu starten. Aber darauf wurden wir an der Kasse vorher informiert und wussten also, worauf wir uns einlassen.
Insgesamt eignet sich das Naturhistorische Museum aus unserer Sicht gut, wenn man mit Kindern einen klassischen Museumsbesuch ausprobieren möchte. Nicht zu groß, nicht zu teuer und durch den Audioguide trotzdem mit einer kleinen Extra-Ebene. Für Kinder, die viel Bewegung, Knöpfe und Mitmachstationen brauchen, kann es aber etwas zu ruhig sein.